CCV – Der Handel mit gestolenen Kreditkarten 2

Interessant am Kreditkartenbetrug ist, dass die meisten Länder Regularien erlassen haben, die die Haftbarkeit des Kreiditkartenbesitzers stark einschränken. In den USA beispielsweise ist dieser mit einem Betrag bis zu $50 haftbar, unabhängig von der Höhe des gestohlenen Geldes. Und selbst diese $50 werden meist aus Kulanz vom Kreditkarteninstitut übernommen. Den Schaden tragen also davon:

a) der Händler von dem ihr einkauft
b) die Bank bzw. das Unternehmen, dass die Kreditkarte ausstellt

a) Der Händler ist nur dann haftbar, wenn er die Authentizität der Bestellung nicht hinreichend geprüft hat. Sofern der Händler alles gemäß der Standards des Kreditkarteninstituts überprüft und alle notwendigen Informationen über den Kartenbenutzer gesammelt hat, kann er nicht haftbar gemacht werden. Ein guter Verkäufer, der alles richtig macht, wird also bei einem Kreditkartenbetrug keinen Verlust erleiden. Angeschmiert sind dann nur:

b) Die Banken. Bei einer Kreditkartentransaktion schreibt die Bank dem Händler den jeweiligen Betrag gut. Normalerweise erhält die Bank dieses Geld (zzgl. horrender Zinsen) vom Kartenbesitzer wieder. Kann dieser allerdings nicht haftbar gemacht werden, wie wir oben etabliert haben, und der Händler ebenfalls nicht haftbar gemacht werden kann, verliert die Bank. (Randnotiz des Übersetzers: Soll noch einer sagen „Die Bank gewinnt immer“)

Ich überlasse es jedem selbst ob ihr es als moralisch verwerflich anseht Banken zu bestehlen. Für mich ist das allerdings kein Problem. Banken berauben die Menschen per Definition, daher ist es für mich kein Problem die zu bestehlen. Aber wie gesagt: ich überlasse es euch eure eigene Meinung zu bilden.

Nun da wir einsatzbereite Kartensätze und keine moralischen Bedenken haben: was nun? Sie benutzen! Es gibt ein paar wichtige Dinge, die ein „carder“ (also jemand der gestohlene Kreditkartendaten verwendet) beachten sollte. Ich werde hier nicht zu sehr ins Detail gehen, (das hier ist kein Tutorial,) aber die Informationen sind im Netz verfügbar und bei gezielter Suche leicht findbar.

Im Grunde stehen folgende (stark vereinfachte) Optionen im Raum:

  1. Physische Güter erwerben. Sich selbst einen schönen neuen Laptop für $1000, einen protzigen Mantel für €600 oder eine luxoriöse Armbanduhr für £2000 zu kaufen, das macht Freude. Das Internet ermöglicht es jeden nur erdenklichen Artikel von überall auf der Welt mit eurer (oder eben nicht eurer) Kreditkarte zu kaufen. Hier ist das größte Problem die Güter zu empfangen ohne Spuren aus sich selbst zu hinterlassen.
  2. Digitale Güter kaufen. Dies hat den Vorteil, dass bei Bestellungen keine Addressdaten erforderlich sind. Nahezu alle digitalen Güter können mittels Kreditkarte erworben werden. Häufig unter diesen zu finden sind Zugänge zu Pornoseiten und Software Downloads.
  3. CCs aus-cashen. Das beste für einen Carder ist es die Karte zu „cashen“, sich selbst also von der Karte aus Geld zu übersenden. Hierfür gibt es nur wenige wirklich sichere und funktionierende Methoden, deren Tutorials im Internet zu delikaten Preisen angeboten werden. Momentan am populärsten sind die Bitcoin-Methoden, bei denen mit der gestohlenen Kreditkarte Bitcoins gekauft werden. Dies hat den Vorteil, dass es bei Einhaltung einiger einfacher Regeln keine Spuren hinterlässt.

Ich persönlich habe mich für die 3. Methode entschieden: Bitcoins. Wie sich herausstellte erfordert dies mehr Aufwand als erwartet. Die Methode die ich ausgewählt habe erlaubte es mir $40 pro Tag und Karte in Bitcoins umzuwandeln, allerdings höchstens $120 pro Monat. Da Kreditkartenbetrug innerhalb weniger Tage bemerkt werden kann, sind $120 das höchste, was über diese Methode aus der Karte geholt werden kann. Es ist natürlich nicht schlecht, €20 in $240 (etwa $180) zu verwandeln, allerdings sind die anfängliche Investition, der Zeitaufwand und das Risiko mehrere Jahre im Knast abzusitzen (was leicht passieren kann, wenn auch nur kleinste Fehler gemacht werden) Faktoren, die Kreditkartenbetrug nicht für jeden geeignet machen.

Mich hat das WIE interessiert, ich wollte wissen, wie eine Multi-Milliarden Dollar Verbrecherszene operiert. Ich habe ein bisschen Geld gemacht und konnte ein wenig in der Robin Hood Romantik schwelgen (naja, ich habe den Armen nicht gegeben, aber wenigstens von den Reichen genommen).

Freut euch schonmal auf meinen bald erscheinenden Artikel über Bitcoins und die Unterschiede zu „normalem“ Geld. Vielleicht kann ich euch mit dem ein oder anderen noch etwas beibringen.

One thought on “CCV – Der Handel mit gestolenen Kreditkarten 2

  1. Hey hätte einige Fragen zu deinen Artikel. Wäre nett wenn mich anschreibst unter (hans1992schuster@gmail.com).

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